Jan 21 2010

Microsoft User Account Control

Category: Diversesadmin @ 12:04 am

Wir haben heute in der Firma einen Fileserver umgezogen – von Server 2003 auf Server 2008 R2. Dabei hatte ich wiedermal ein Erlebnis der 3. Art mit der beschissensten Idee, die Microsoft je hatte: Der User Account Control, kurz UAC.

Erstmal eine kurze Erklärung, was die UAC überhaupt ist:

Die UAC ist Microsofts Antwort auf den Schrei nach Sicherheit. Leider ist das Konzept dahinter grundlegend falsch aufgebaut. Windows ist ab NT 3.1 aufwärts ein Multiuser-Betriebssystem, das eine recht ausgefeilte Steuerung von Benutzerrechten zuläßt. Man kann Benutzer mit fast jeder beliebigen Kombination von Rechten auf alles mögliche bauen. Zu den von daheim bekannten Standard-Typen Administrator, Hauptbenutzer, Benutzer und Gast kommen in Active-Directory-Umgebungen noch unzählige weitere dazu, da gibt es dann z.B. Backup-Operatoren oder Schema-Administratoren. Das würde es prinzipiell erlauben, Benutzer zu bauen, die genau die Rechte haben, die sie brauchen. Zudem kann man jedem Benutzer die Rechte auch erweitern, indem man auf entsprechende Objekte (Dateien, Registry-Keys, Dienste, etc.) einzeln Rechte gemäß den Anforderungen einer Anwendung selektiv vergibt.

Microsoft hat leider aber in der Vergangenheit schon bei der Installation alle Benutzer zu „Administratoren“ gemacht. Unix/Linux-Admins lächeln darüber schon, seit es Windows gibt, unter Unix ist es nämlich üblich, daß „root“ nur ausgewählte Personen bekommen, und selbst die nutzen „root“ nur im Ausnahmefall. Alle anderen bekommen normale Benutzerrechte, die ggf. erweitert werden.

Um jetzt möglichst „rückwärtskompatibel“ zur „Alle sind Admin“-Ära zu bleiben, hat Microsoft was neues erfunden: Die UAC.

Die UAC ist ein Dienst, der überwacht, welche Rechte ein User zu verwenden versucht. Will er Administrieren, dann fragt die UAC „Wollen Sie das wirklich?“ und erlaubt oder verweigert das Ausführen der Funktion. Microsoft geht hier also den Weg, daß der User Administrator ist, dann aber diese Rechte doch nicht ausüben darf.

Das hat zur Folge, daß zum einen sehr seltsame Verhaltensweisen des Betriebssystems entstehen (kommt später, das hatten wir heute…) und zum anderen der User noch immer zu viele Rechte hat – sie werden ihm ja nicht genommen, nur das Ausführen eines Programmes, das sie anfordert, wird ggf. verhindert.

Viel besser wäre es gewesen, echte eingeschränkte Benutzer zu erstellen – Ab Vista kann man sich problemlos zweimal anmelden, mit der schnellen Benutzerumschaltung kein Problem. Will man was installieren, meldet man sich als Admin an, installiert, meldet sich wieder ab und macht mit der anderen Sitzung einfach da weiter, wo man aufgehört hat. Kein Problem. Alternativ hätte auch Microsoft ein Tool wie SuRun entwickeln können, das bei Bedarf für einzelne Applikationen Admin-Rechte aktiviert, auch wenn der Benutzer nur eingeschränkte Rechte hat, analog einem „SU“ unter Unix. Die Funktionen, um es richtig zu machen, sind seit NT 3.1 da, also warum nutzen sie sie nicht, sondern erfinden was neues?

In meinen Augen ist die UAC die dämlichste Erfindung, die Microsoft jemals gemacht hat. Man doktort im Namen der heiligen Rückwärtskompatibilität wieder nur an den Symptomen rum, statt das zugrundeliegende Problem zu beheben. Was ist so schwer daran, es einfach richtig zu machen und den Supprt für Uralt-Apps endlich mal über Bord zu werfen? Zumal es für die ja seit Windows 7 den äußerst praktischen XP-Mode gibt, über den man das ja auch elegant lösen könnte. Also hätte man es ja wenigstens mit Windows 7 endlich richtig machen können.

So, jetzt zu meinem Erlebnis. Wir haben wie gesagt die Fileserver von 2003 R2 auf 2008 R2 umgezogen. Das ging soweit auch glatt. Wir haben die alten Maschinen runtergefahren, die Maschinenaccounts in der Domäne zurückgesetzt, die neuen Server mit den Accounts verbunden, im SAN die LUNs (Platten) umgehängt. Alles soweit kein Problem. Server neugestartet, Platten da. Soweit sah alles gut aus – noch schnell die Laufwerksbuchstaben umgebaut, fertig. Shares anlegen.

Soweit kamen wir. Der erste Klick im Explorer brachte die Ernüchterung: Die Platten waren zu sehen, aber beim Klick drauf: „Access Denied“. Hm. Wieso jetzt das? Wir haben die Maschinenaccounts – also auch die SID – übernommen. Das muß gehen. Wir haben alles probiert, inklusive ändern des Besiters der Dateien. Kein Zugriff.

Zum Glück hatte ich einen Consultant vorgewarnt, daß wir evtl. Hilfe brauchen. Er schaute sich das an, hat kurz nachgedacht, ein paar Sachen probiert und meinte dann: „Habt ihr die UAC abgeschaltet“?

Ich wäre nicht mal drauf gekommen, daß es die auf einem Server überhaupt gibt, geschweige denn, daß sie für einen Domänen-Admin-Account aktiv ist. Aber: Sie ist es. Und sie verhindert zuverlässig jeglichen Zugriff auf korrekt eingebundene und berechtigte Laufwerke, nur, weil sie nicht mit diesem Rechner erzeugt wurden.

Ich habe daraus wieder etwas gelernt: Ich werde morgen als erstes eine Domänenrichtlinie bauen, die die UAC für Server zwangsweise deaktiviert. Nochmal passiert mir das nicht.

Auf dem Arbeitsplatzrechner ist die UAC schon fragwürdig, aber auf einem Server ist sie störend und verursacht nur Probleme. Das ist in etwa wie die unselige „Verstärkte Sicherheitskonfiguration“ für den Internet-Explorer. Das Ding macht auch mehr Probleme, als es löst, weil man – ist die Option aktiviert und installiert man danach einen IE7 oder IE8 – plötzlich einiges nicht mehr tun kann, was im ersten Moment nicht mit dem IE in Verbindung zu bringen ist, z.B. das Ausführen von Executables auf einem Netzlaufwerk im LAN.


Nov 21 2009

Frauen in rot…

Category: Diversestrekkie22 @ 11:56 pm

Ich schaue eben mal wieder „Captain Future“. Dabei fällt mir auf, daß die Macher von Zeichentrickserien Bezug auf Frauen wohl eine Vorliebe für hautenge rote Kleidung haben (oder zumindest hatten, die Zeichentrickserien, auf die ich mich beziehe, sind ja schon älter…). Ich sehe jedenfalls für mein Gefühl überdurchschnittlich oft rote Klamotten an den Frauen…

Ohne nachzudenken fallen mir da schon gleich mehrere Beispiele ein:

Joan Landor in „Captain Future“ (Japan): Hautenge rote Uniform:

Joan Lander (Aus der Zeichentrickserie "Captain Future")

April Eagle in „Saber Rider und die Star Sheriffs“ (Japan/USA), wahlweise mit oder ohne Kampfanzug – hauteng und rot ist es immer: April Eagle (aus der Zeichentrickserie "Saber Rider und die Star Sheriffs")

Und auch bei der „Princess of Power“ „She Ra“ (USA) wird man fündig: „She-Ra“ ist als Adora überwiegend in rot gekleidet, verwandelt in She-Ra bleibt davon immerhin noch das rote Cape übrig:
She-Ra / Adora (aus der Zeichentrickserie "She-Ra")

Weiteres Beispiel, diesmal aktueller: Im Film „Die Unglaublichen“ (USA) sind die Anzüge allgemein rot – also auch die von Elastigirl und Violetta (ist das jetzt Zufall, oder sind die alle rot, weil die der Frauen rot sein mußten? 😉 Ein Schelm, wer böses dabei denkt…).

Ich werde weiter drauf achten und Beispiele ergänzen. 🙂


Mai 11 2009

Neue Spielzeuge

Category: Diversestrekkie22 @ 10:23 pm

Schon zu Weihnachten habe ich mir neues Spielzeug geleistet. Nachdem ich jetzt ein bischen Zeit hatte um Erfahrungen zu sammeln, ist das die Gelegenheit, ein paar Sätze dazu zu schreiben.

Meine Neuerwerbungen sind zum einen eine Teufel Decoderstation 3 und zum anderen eine Logitech Harmony 885 Universalfernbedienung.

Die Teufel Decoderstation 3

Bisher sah Heimkino bei mir so aus, daß mein Panasonic-DVD-Player mit dem integrierten Dolby Digital Decoder das 5.1-Aktivboxenset angesteuert hat. Soweit war das gar nicht schlecht, hatte aber immer einen Nachteil: Es tat nur für DVDs. Jetzt habe ich aber zum einen noch zusätzlich einen HDD/DVD-Recorder von Pioneer ohne integrierten Decoder (mal ganz davon abgesehen, daß das 5.1-Set nur einen Eingang hat…) und zum anderen gibts ja auch andere Quellen, die gerne ihr 5.1-Signal loswerden würden, z.B. der DVB-C Reciever. Dazu kommt noch die fehlende Fernbedienbarkeit.

Ein externer Decoder mußte her, und zwar einer mit mehreren Eingängen. Die Auswahl ist hier alles andere als üppig – bei Amazon kamen nur zwei Geräte in Frage: Das eine (HiFonics DC5.1) viel zu teuer und eigentlich fürs Auto gedacht, das andere die Decoderstation 3 von Teufel.

Ich habe mich dann für die Decoderstation entschieden – und es bisher nicht bereut. Das Gerät ist klasse. Drei Digitale und drei analoge (Stereo-) Eingänge reichen auch für größere Setups. Ich habe an den beiden optischen Eingängen den DVD-Player und den DVD-Recorder dran und am Coax-Eingang den DVB-C Reciever. Der erste analoge Eingang ist mit dem Ausgang des Fernsehers verbunden und der zweite mit einem PC, der als MediaCenter dient.

Die Decoderstation decodiert Dolby Digital 5.1, DTS und ProLogic II. Zudem gibts noch vier DSP-Programme, die aus Stereo oder Mono einen Pseudo-Surround-Ton machen. So komme ich beim „normalen“ Fernsehton gleich noch in den Genuß des ProLogic-Surround-Sounds. Was Dolby ProLogic angeht, bin ich übrigens positiv überrascht, die Kanaltrennung ist weit besser als ich dachte.

Die Logitech Harmony 885

Insgesamt ein sehr positives Erlebnis. Allerdings auch mit Schattenseiten – noch eine Fernbedienung mehr. Da damit die Sammlung auf 8 Stück angewachsen ist (Reciever, Fernseher, Minidisk-Recorder, DVD-Player, HDD-Recorder, Videorecorder, DVB-C Reciever, Decoderstation), mußte endlich „eine für alles“ her.

Meine Wahl fiel hier auf eine Logitech Harmony 885. Die fand ich ordentlich bepreist und gut aussehen tut sie noch dazu. Leider ist Software nur mittelmäßig. Die Konfiguration über das Web-basierte Tool (das übrigens die Templates online abruft! Wenn Logitech den Server stilllegt, ist es aus mit konfigurieren!) war ein Marathon, der mich drei Tage Arbeit gekostet hat.

Das Web-Tool ist zwar recht umfangreich, aber da ich ITler bin, bin ich ein schwieriger Kunde und die Assistenten in der Software gehen mir extrem auf den Keks. Solange man keine Sonderwünsche hat, sind die Automatismen sicher brauchbar, aber so, wie ich das haben wollte, gabs das mit den Automatikfunktionen nicht.

Die Harmony kennt zwei Modi. Zum einen kann man sie im „Device“ Modus betreiben, dann hat man Zugriff auf alle Funktionen, zum anderen gibt es da auch noch die ungemein praktischen Activities, die die Funktionen mehrerer Geräte in einem Setup zusammenfassen – da hat man dann auf den Programmtasten den DVB-Reciever, auf den Lautstärketasten den Verstärker, auf den Sondertasten einen Mix aus allen, etc.

Bei den nackten Geräten gings aber schon los mit der Konfiguration – die Datenbank kennt nur die Herstellerspezifischen IR-Codes, scheint mir. Ob die wirklich zu dem gewählten Gerät passen und funktionieren, hat offensichtlich nie jemand probiert. Einige Codes mußte ich der Harmony per Lernfunktion beibringen, weil sie nicht vorhanden waren oder nicht funktionieren, andere werden einem Gerät „halt mal zugeordnet“, obwohl sie total wirkungslos sind (z.B. die Tasten für Picture in Picture bei einem Fernseher, der diese Funktion nicht hat). Meinen Videorecorder mußte ich zu einem guten Teil manuell anlernen, da einige wichtige Codes komplett gefehlt haben (namentlich so gut wie alles, was zur Steuerung der Menüs und vor allem zum speichern der Einstellungen innerhalb derselben notwendig ist).

Hat man diese Hürde gemeistert und alle Geräte im „Device-Modus“ funktionierend einprogrammiert (dauerte ca. einen Tag!), dann bleibt noch das Problem, die Activities zusammenzustellen. Im ersten Moment sieht es ganz einfach aus, allerdings merkt man schnell, daß da doch Haken und Ösen dran sind, einige Einstellungen sind sehr versteckt, andere muß man -zig mal ausprobieren, bis man die richtige Kombination von Einstellungen gefunden hat.

Dazu kommt noch, daß man sich schnell Expertenfunktionen wünscht. Wäre super, wenn man einfach (z.B. per Tabelle) ein eigenes Script basteln könnte, das die FB dann ausführt, gern auch zeitgesteuert. Ich hätte viele Ideen, was die FB noch alles können könnte, könnte man sie freier und ohne die lästigen Assistenten programmieren…

Daß das jetzt keiner falsch versteht: Die Harmony ist ein super Gerät – wenn man die Einrichtung mal hinter sich hat…


Feb 06 2009

Nochmal Spam – Update

Category: Diversestrekkie22 @ 11:00 pm

Nachdem sich mittlerweile 112 Kommentarspams gesammelt haben und ALLE nur über die „Petition gegen die Abmahnwellen“ abgesetzt wurden, habe ich einen Versuchsballon gestartet und die URL zu diesem Artikel geändert. Netterweise kann man die URL in WordPress ja selber festlegen.

Ich bin gespannt, ob das den Spambot aus der Bahn wirft… 🙂

<Update>
Nachdem das Ändern der URL auch nicht geholfen hat, habe ich denn doch das Captcha-Plugin installiert. Seitdem ist relative Ruhe!
</Update>


Aug 28 2007

Petition gegen die Abmahnwellen

Category: Diversestrekkie22 @ 11:52 pm

Beim Deutschen Bundestag ist jetzt eine Petition zu finden, die sich des Themas der Abmahnwelle annimmt. Das hier was passiert, finde ich toll und auch nötig. Die Idee, die der Antragsteller hatte ist außerdem noch genial – es geht primär darum, die Abmahnenden dazu zu zwingen, daß sie erstmal ohne Anwalt reagieren müssen. Zuwiderhandlung soll kosten. Damit wäre den immer wieder aufflammenden Abmahnwellen ein effektiver Riegel vorgeschoben.

Also Leute: Unterschreibt mit, es geht ganz leicht…!

http://itc.napier.ac.uk/e-Petition/bundestag/view_petition.asp?PetitionID=478

Die etwas seltsam anmutende URL mit dem .ac.uk ist im übrigen in Ordnung – das System der Online-Petition in Deutschland ist ein Modellversuch basierend auf einer Lösung, die vom International Teledemocracy Centre an der Napier-Universität in Edinburgh (ursprünglich für das schottische Parlament) entwickelt wurde und für die Versuchsphase auf den Servern der Universität läuft.

Siehe dazu http://bundestag.de/ausschuesse/a02/onlinepet/server.html


Jun 08 2007

Update Jabra BT620s

Category: Diversestrekkie22 @ 11:51 pm

Dank xam aus dem Nexave-Forum habe ich erfahren, daß es auf der US-Seite von Jabra ein Update für meinen Jabra BT620s-Kopfhörer gibt, das die Probleme mit dem automatischen Verbindungsaufbau beheben soll.

Das mußte ich natürlich gleich mal testen. Ich habe mir das Update runtergeladen und eingespielt.

Das Update wird sinnigerweise über den USB-Anschluß eingespielt. Das gab erstmal ein paar Probleme, da der Updater leider nicht zwischen Headset und BT-USB-Stick unterscheiden kann (so ein Blödsinn…) und deshalb meckerte. Ich habe dann den USB-Stick rausgezogen, danach hats dann geklappt. ca. 2 Minuten später war das Update eingespielt.

Das Update hält, was es verspricht, wenn man dem Headset das Auffinden des PCs in der Widcomm-Software ermöglicht, wird die Verbindung jetzt korrekt automatisch erstellt. Bisher hat das immer nur mit dem AVRCP-Teil der Verbindung geklappt – ich konnte dann zwar WinAMP fernsteuern, der Ton kam aber weiter über die Lautsprecher am Laptop.

Zudem hat sich das lästige Problem des automatischen Verbindungsabbaus erledigt, bisher wurde die Verbindung immer eine Minute nach der letzten Audio-Übertragung automatisch abgebaut. Damit war die Pause-Taste am Headset quasi unbrauchbar, da die Pause nie länger als eine Minute dauern durfte…

Mit dem Update bleibt die Verbindung stehen, bis ich sie manuell abbaue oder das Headset abschalte.

Wenn jetzt das WaveOut-Plugin von Winamp noch im Laufenden Betrieb (soll heißen: Während ein Musikstück abgespielt wird) zwischen Interner Soundkarte und Bluetooth-Audio umschalten könnte, wärs perfekt. Aber man kann halt nicht alles haben… 😀


Jun 07 2007

Neuanschaffung Motorola DC800

Category: Diversestrekkie22 @ 11:50 pm

Vor einiger Zeit habe ich mir aufgrund der Diskussion im Nexave-Forum ein Motorola DC 800 gekauft. Ein kuzes Review gibt’s dort schon im Thread, hier das Ganze nochmal ausführlich.

Mittwoch Abend bei Computeruniverse bestellt, hatte ich das Gerät am Samstag Morgen in den Händen. Eingepackt im viel zu großen Kunststoff-Blister, kommt das Gerät in einer Müllpackung, aber seis drum. Man gewöhnt sich ja langsam dran.

Erstmal habe ich alles ausgepackt und den Lieferumfang gesichtet. Man bekommt das Gerät und als Zubehör das Netzteil, zwei Cinch-Kabel und ein Kabel Cinch auf 3,5mm-Klinke. Die Kabel sind von ordentlicher Qualität und sitzen straff, ohne daß man Angst haben muß, die Buchse zu beschädigen.

Das Gerät hat Cinch ein- und Ausgänge, es gibt einen Schalter, der aber nur das Gerät, nicht das Steckernetzteil schaltet (wie auch…) und eine Pairing-Taste. Die Bedienung ist simpel, mehr dazu später.

Nach ersten kleineren Schwierigkeiten beim Anschluß (ich hatte keine Ein/Ausgänge mehr frei an der Endstufe) hat die Inbetriebnahme an sich problemlos funktioniert. Das Gerät funktioniert wie beschrieben. Ich kann darüber jetzt Musik vom Laptop über Bluetooth zuspielen und genauso Musik von der Anlage an meinen Jabra BT620s Bluetooth-Kopfhörer übergeben. Das ist insofern praktisch, als auch der Videorekorder schon vor Jahren Anschluß an die Anlage gefunden hat, so kann ich mit dem BT-Kopfhörer auch den Fernsehton hören.

Das Pairing ist einfach, für das Zuspielen mit dem Laptop einfach nur das DC800 einschalten, den Laptop nach einem Audio-Gateway suchen lassen, Schlüssel eingeben (mal wieder 0000…) und los gehts. Nicht wundern, bis der erste Ton kommt dauert es ein paar Sekunden.

Beim BT-Kopfhörer geht es noch einfacher – Kopfhörer in den Pairing-Mode schalten und am DC800 die Pairing-Taste drücken, fertig.

Nach einem Update des Softick Audio Gateway hat es dann auch mit dem Treo und dem TX geklappt, obwohl ich das eher für Spielerei halte, da ich mehr Musik auf dem Laptop habe als auf dem Palm – außerdem hat der Laptop im Gegensatz zum Palm kein Akkuproblem, da er i.d.R. am Netzteil hängt. Winamp bedient sich auch irgendwie komfortabler als Pocket Tunes…

Die Qualität ist gut, kein Rauschen, kein Knacken.

Verwendetes Equipment:

– Motorola DC800 Stereo Transciever
– Technics SA-EX140 Reciever
– Jabra BT620s Bluetooth-Stereo-Kopfhörer
– Palm Treo650
– IBM ThinkPad X31
– Jabra A320s Bluetooth-USB-Stick v.2 FW 2.1.92.0

Software:

Am PC:
– Windows XP SP2
– Widcomm Bluetooth-Stack Version 5.1.0.1700
– WinAMP Media Player v.5.32

Für den Treo:
– Softick Audio Gateway 1.12
– Pocket Tunes 3.1.8 Deluxe


Jun 03 2007

Windows-Installation ohne Ende…

Category: Diversestrekkie22 @ 11:49 pm

Vermutlich habe ich damit einen neuen Rekord aufgestellt.

Ich habe am Freitag einen Server installiert – mit Windows Server 2003 R2. Normalerweise ist das tägliche Routine und nach spätestens einer Stunde inklusive Patches nachziehen vergessen. Das läuft alles problemlos solange man keinen Server der allerneuesten Generation hat, bei dem der Hersteller alles was „legacy“ ist wegspart und neueste, nicht mehr direkt unterstützte Technik einbaut, für die man Treiber nachladen muß. Das ist bei Windows nämlich auf die schlechtest mögliche Art gelöst.

Zum einen gibt es mehrere mögliche Verfahren, die an unterschiedlichen Stellen im Setup ansetzen und unterschiedlich funktionieren und zum anderen gibt es keine Möglichkeit, den Einsatz einer Diskette oder die Modifikation der CD zu umgehen, z.B. durch den Einsatz eines USB-Sticks.

Innovativ wäre es hier schon gewesen, wenn es z.B. auf der CD ein Verzeichnis gäbe, das im Standard einfach mal durchsucht und dessen Inhalt ohne weitere Aktion eingebunden wird. Man könnte auch zwei Verzeichnisse nehmen – eines für den Textmode, damit der Treiber dem Setup zur Verfügung steht und eines nur zum kopieren für die Hardwareerkennung im GUI-Installer. So aber muß man in mehreren Dateien rumeditieren, um den gewünschten Effekt zu erzielen und den Treiber einzubinden…

Mit der neuen Hardware habe ich sicher jeden Rekord gebrochen: Das Ganze hat 14 Stunden gedauert, und alles nur, weil das Setup nicht in der Lage war, mit dem Installationskernel ein USB-Diskettenlaufwerk anzusprechen. Im Textmode konnte er den SAS-Treiber noch problemlos von der USB-Diskette einbinden, beim kopieren nach dem Start des Installationskernels ist er dann aber regelmäßig auf die Schnauze gefallen, weil das Laufwerk plötzlich weg war.

Das an sich wäre ja nicht mal so schlimm gewesen – wenn das Windows-Setup mal vernünftige Fehlermeldungen bringen würde. So ist aber alles stochern im Nebel.

Ich habe dann versucht, die Treiber auf der CD zu integrieren – das hats schlußendlich dann auch gebracht, aber ich habe sicher 20 Neustarts gebraucht, bis ich alle Tippfehler in den Textdateien behoben und alle Dateien an der richtigen Stelle hatte und das Setup durchlief. Ab und an vergißt man dann auch mal den Tastendruck für den Setup-Start, dann hat man einen zusätzlichen Reboot und Zeit verschwendet, ohne was erreicht zu haben. Da kommt im übrigen auch der hohe Zeitaufwand her – so ein POST bei ’nem Server dauert halt seine Zeit, dazu kommt dann das Setup, das immer ein Stück weit läuft und dann mit einer nichtssagenden Fehlermeldung stirbt und ab und an die Vergeßlichkeit.

Ein schönes Beispiel für eine Windows-Setup-Fehlermeldung: „Internal Setup Data Structures are Corrupted“ – sehr aufschlußreich. Ich hatte in diesem Fall in der winnt.sif eine eckige Klammer vergessen – ein Hinweis auf die Datei, die den Fehler auslöst, wäre echt hilfreich gewesen und hätte mir einige Sucherei im Internet erspart. Man ist da ja dann auch immer wie vernagelt und übersieht die Fehlerstelle ein ums andere Mal. Leider kommt der Fehler auch erst beim starten des GUI-Installers, das kopieren im Textmode läuft noch wunderbar. Damit man auch wirklich nochmal von vorne anfangen muß.

Zum Glück kann man bei unseren Servern mit der System-Management-Karte ein CD-Image in ein virtuelles Laufwerk mounten, so konnte ich das wenigstens von zu Hause aus remote weitermachen und mußte nicht laufend CDs brennen, die dann doch nur im Müll landen…

Ich bin mal gespannt, was da mit Vista bzw. Server 2008 noch alles auf uns zukommt. Dort wird ja mit einem Windows PE gebootet – da ist das Einbinden eines Treibers dann noch aufwendiger…

Ich werde mit der Zeit immer mehr zum Linux-Liebhaber. Da kann man während des Setups auftretende Fehler „mal eben“ in der Textkonsole nebenan richten, im laufenden Betrieb. Kein Treiber da? Kein Problem, USB-Stick rein und nachladen. Und schon klappts auch mit dem Setup – ohne den langwierigen Neustart der ganzen Maschine, die dann jedes mal den kompletten POST mit booten des SAS-Controllers, der FC-Controller, der Netzwerkkarten, etc. durchziehen muß.

BTW: Warum muß eigentlich ein SAS-RAID-Controller neuerdings booten? Das geht mir beim besten Willen nicht in den Kopf. Früher bei den U320-SCSI-RAID-Controllern ging das doch auch ohne…? Vermutlich hat man die letzten Cent auch noch gespart und das NOR- durch ein NAND-Flash ersetzt…


Sep 17 2006

Noch eine Woche Urlaub…

Category: Diversestrekkie22 @ 11:48 pm

… und dann geht die Arbeit wieder los. Wobei – Am Dienstag ist ja sowieso eine eintägige Unterbrechung angesagt – ich will auf die CAT.PRO, eine Messe.

Naja, mal sehen. Ich werd’s noch genießen, solange es geht. Danach muß ich ja dann schließlich alles aufarbeiten, was im Moment liegenbleibt. 🙁


Sep 17 2006

Aquarienleiden

Category: Diversestrekkie22 @ 11:48 pm

So, es ist endlich fertig. Mein Aquarium ist wieder auf seine ursprüngliche Größe von 60 Litern (60cm) reduziert. Fische gibt’s dann in vier bis fünf Wochen, wenn der Nitritpeak vorbei ist. Ich hoffe, es klappt alles. Der Besatz soll dann aus einem Schwarm Kupfersalmler und 5 oder 6 Zwergwelsen bestehen.

Warten wirs ab.

Das große Aquarium war eigentlich nicht schlecht, aber das Kleine gefällt mir irgendwie besser – es sieht einfach schöner aus. Irgendwann schiebe ich mal ein paar Fotos nach. Im Moment fehlen aber noch weitere Pflanzen und Fische, von dem her macht das wenig Sinn.

Schwarzer Bodengrund war eine gute Idee – das hätte ich auch schon beim großen (112L, 80cm) machen sollen…

Die 20cm gewonnener Platz werden jetzt durch einen Farn belegt. Das ist irgendwie hübscher, als vorher nur das Aquarium auf dem Schrank…


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